Die Entwickler professioneller Internetseiten stehen bei jedem neuen Projekt vor dem Problem, dass sie sich für ein Content Management System entscheiden müssen. Dieses Content Management System stellt die Basis der späteren Website dar und ist daher besonders wichtig, da es maßgeblich zur späteren Bedienbarkeit der Seite mit beiträgt. Die reibungslose Funktion der Website hängt also essenziell von dieser Wahl ab.

Statisch ist out

Früher wurden komplexe Webseiten statisch erstellt. Diese Zeiten sind allerdings mittlerweile längst vorbei, da diese Art der Seitenerstellung mit etlichen Problemen verbunden war. Solche Internetseiten waren statisch, das heißt, dass komplexere Änderungen, zum Beispiel an der Menüstruktur, in den meisten Fällen nicht schnell durchführbar waren. Es musste also viel Zeit in solche Änderungen investiert werden. Dies ist auch ein Grund für den zweiten Nachteil statischer Websites. Sie waren meist sehr einfach gehalten, um genau diese Probleme zu minimieren und den Aufwand für Wartung und Pflege zu reduzieren. Für Besucher wirkten sehr einfach gehaltene Seiten natürlich nicht sehr einladend und auch in puncto Webdesign waren schnell Grenzen erreicht. Außerdem waren Änderungen an der Website meist nur Personen vorbehalten, die über Kenntnisse in HTML/PHP verfügten.

Die Lösung: Content Management System

Um diese Probleme zu lösen, wurden neue Ansätze zur Homepageprogrammierung entwickelt. Einer diese Ansätze war das Content Management System. Es stellt eine Oberfläche zur Verfügung, mit deren Hilfe die Inhalte einer Website denkbar einfach zu verwalten und zu pflegen sind. Auch zusätzliche Mechanismen, beispielsweise um eine Website mehrsprachig zu erstellen, werden von diesem System bereitgestellt.

Typo3

Typo3 gilt als eines der größten und mächtigsten Content Management Systeme auf dem Markt. Es ist besonders auch für große Projekte geeignet. Eine große Community bestehend aus Anwendern und Entwicklern hat sich gebildet, die bei Problemen mit Lösungen aufwartet. Gegenüber der klassischen Programmierung von Webseiten bietet Typo3 zahlreiche Vorteile. Mit TypoScript wartet dieses Content Management System beispielsweise mit einer eigenen Programmiersprache auf. Etliche Erweiterungen stehen zur Verfügung und können eingebaut werden. Es besteht die Möglichkeit, Benutzergruppen zu erstellen und deren Zugriffsmöglichkeiten einzuschränken. Außerdem ist Typo3 mandantenfähig, was einen zusätzlichen Vorteil darstellt.

Fazit

Typo3 ist ein mächtiges Content Management System. Das Einfügen von Webtexten durch den Seitenbetreiber ist einfach und problemlos möglich. Selbes gilt für das Ändern von Texten. Spezielle Kenntnisse über die Programmierung der Seite sind dabei nicht nötig, da alles über eine übersichtliche Eingabemaske abläuft. Bei Entwicklern ist Typo3 vor allem wegen der Möglichkeit, schnell und einfach Änderung durchführen zu können, sehr beliebt.

Die Zahl der Homepages im Internet steigt Schätzungen zufolge um einige Millionen pro Tag. Die meisten dieser Internetseiten wurden von ihren Besitzern selbst erstellt und designt. Besonders private Homepages werden nur in den seltensten Fällen von einem professionellen Webdesigner erstellt. Und in den meisten Fällen sieht man das auch. Der Aufbau dieser Seiten ist meist chaotisch und alles andere als nutzerfreundlich. Die Navigation ist meist nur mittels GPS möglich und etliche blinkende Grafiken und bunte Laufschriften in abenteuerlichen Farbkombinationen provozieren epileptische Anfälle. Bei privaten Homepages mag das ja noch gehen, wer aber einen Onlineshop eröffnet und dann so eine Website anbietet, muss sich nicht wundern, wenn die Kunden ausbleiben.

Website-Baukästen können helfen

Viele Webhoster bieten zusätzlich zum Webspace spezielle Website-Baukästen an, mit deren Hilfe man relativ schnell eine ganz ansehnliche Homepage basteln kann. So werden zumindest die gängigsten Anfängerfehler vermieden. Solche Website-Baukästen sind für Besitzer privater Homepages durchaus eine gute Alternative und auch Betreiber sehr kleiner Onlineshops sind hier eventuell richtig. Bei größeren und aufwendiger gestalteten Shops geraten solche Baukästen jedoch schnell an ihre Grenzen.

Webdesign vom Profi

Shopbetreiber sollten sich deshalb in puncto Webdesign lieber an einen Profi wenden. Das kostet zwar Geld, allerdings macht der Internetauftritt dann auch richtig was her. Eine Tatsache, die sich auch auf die Kundenzahl auswirkt. Denn neben guten Preisen und einem reichhaltigen Angebot legen diese auch Wert auf eine gut gestaltete und übersichtliche Homepage. Darüber hinaus sollten sämtliche Funktionen eines Onlineshops auch das tun, was man von ihnen erwartet. Auch dafür sorgen die Profis in Sachen Webdesign. Außerdem geht man als Shopbetreiber auch in rechtlichen Fragen auf Nummer sicher, wenn man sich an eine Firma wendet, die sich auf Webdesign spezialisiert hat. Denn die Mitarbeiter dort wissen auch, welche Informationen zum Beispiel auf einer gewerblichen Homepage rechtlich gesehen stehen müssen.

Wer seine Homepage selbst gestalten möchte, sollte wissen, welche Fehler beim Webdesign häufig gemacht werden. Im Folgenden sind die häufigsten Fehler, die beim Gestalten einer Internetseite vorkommen können, zusammengestellt. Interessant ist diese Auflistung auch für all diejenigen, die schon eine eigene Website haben. Sie können ihre Homepage anhand der Liste schnell und einfach auf Fehler hin überprüfen. Besonders bei gewerblichen Websites ist es wichtig, dass sie fehlerfrei erstellt werden. Leider legen viele Seitenbesitzer zwar Wert auf eine – ebenfalls sehr wichtige – Suchmaschinenoptimierung, vergessen dabei aber die Optimierung der Homepage im technischen Bereich.

Übersichtlichkeit und Aktualität

Informative oder gewerbliche Internetseiten sollten vor allem übersichtlich und klar strukturiert sein. Dazu gehört auch, dass Begriffe sinnvoll hervorgehoben sind. Auf Unterstreichungen sollte zum Beispiel verzichtet werden, da viele Besucher dahinter einen Link vermuten. Apropos Links. Diese sollten natürlich aktuell gehalten werden. Links, die ins Nichts führen, machen keinen sonderlich guten Eindruck. Eine regelmäßige Überprüfung sämtlicher auf einer Seite vorhandenen Links sollte daher obligatorisch sein. Auch sinnvolles Drucken von Inhalten sollte möglich sein. Viele Seiten können zwar ausgedruckt werden, allerdings sind dann Texte abgeschnitten oder Grafiken oder Menüs werden unerwünschterweise mit ausgedruckt.

Technik, Navigation und Layout

Bei der Gestaltung der Website sollte darauf geachtet werden, dass die benutzte Technik weder zu alt noch zu neu ist. Beides birgt die Gefahr, dass das Layout und damit die Inhalte nicht korrekt angezeigt werden. Extrem wichtig ist das Navigationsmenü der Seite. Es sollte auf sämtlichen Seiten erscheinen und nicht ausschließlich auf Javascript basieren, da nicht jeder Besucher der Website auch Java aktiviert hat. Ist eine Navigation ohne Java nicht möglich, verlassen diese Besucher die Seite sofort wieder. Beim Layout sollte nach Möglichkeit auf die Verwendung von blinkenden Gifs und ähnlicher Effekthascherei verzichtet werden. Die meisten Besucher fühlen sich dadurch nämlich gestört. Bei der Verwendung der Schriften sollte darauf geachtet werden, dass Standardfonts benutzt werden. Werden außergewöhnliche Schriften verwendet, die nur auf dem eigenen Rechner vorhanden sind, so werden diese bei Besuchern der Homepage, die diese Schriften nicht installiert haben, durch Standardschriften ersetzt. Dadurch kann sich das Erscheinungsbild der Website grundlegend und meist zum schlechteren ändern.

Überprüfung der Website

Eine Website sollte generell nicht nur mit einem Browser überprüft werden. Man sollte sie mit verschiedenen Browsern testen, um zu sehen, ob sie mit allen kompatibel ist. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass eine Seite in einem Browser wunderbar angezeigt wird, in einem anderen dagegen aber nicht. Auch verschiedene Versionsnummern eines Browsers sollten getestet werden. Unterschiedliche Monitorauflösungen sollten beim Test übrigens auch berücksichtigt werden.

Gutes Webdesign ist das A und O bei Online-Shops. Wirkt die Seite chaotisch oder muss der Kunde zu lange suchen, bevor er das gewünschte Produkt oder eine nötige Information findet, verlässt er die Seite wieder und sucht sich einen anderen Anbieter. Für das Geschäft ist das natürlich alles andere als gut, weshalb Betreiber von Online-Shops sehr viel Wert auf gutes und übersichtliches Webdesign auf ihrer Seite legen sollten. Anhand des Shops von amazon.de wird im Folgenden erläutert, worauf es ankommt.

Wichtige Informationen auf einen Blick

Ruft man die Startseite von amazon auf, fällt sofort auf, dass hier viele Informationen auf übersichtliche Art und Weise verfügbar sind. Der Zugriff auf das Kundenkonto ist ebenso schnell möglich, wie die Wahl der gewünschten Produktkategorie. Zentral im oberen Bereich befindet sich eine Suchleiste sowie der Link zum Einkaufswagen. Den Platz darunter nutzt amazon, um auf Neuigkeiten hinzuweisen. Produktempfehlungen aufgrund früherer Käufe oder Warensuchen werden darunter präsentiert. Ganz unten auf der Seite befinden sich nochmals alle relevanten Informationen bezüglich Kaufabwicklung und Versand sowie Kontaktmöglichkeiten, das Impressum und die Hilfeseiten. Links oben befindet sich das Logo von amazon. Es erscheint auf jeder Seite. Wird es angeklickt, kommt man wieder auf die Startseite zurück. So etwas sollte selbstverständlich sein, fehlt jedoch bei vielen Seiten.

Die Navigation zum Produkt

Kennt der Kunde die genaue Bezeichnung des Artikels, den er bestellen will, so muss er diesen nur in das Suchfeld eingeben. Wer nur stöbern möchte oder sich einen Überblick über eine bestimmte Produktgruppe verschaffen möchte, kann das anhand der Kategorienauswahl im linken Bereich auf der Startseite tun. Ist man beispielsweise auf der Suche nach einer Spiegelreflexkamera wählt man zunächst die Kategorie „Elektronik & Foto“. Sobald man mit der Maus über das Feld fährt, öffnet sich ein weiteres Menü, in dem Unterkategorien angezeigt werden. Hier entscheidet man sich für „Kamera & Foto“. Auf der folgenden Seite kann in einem Menü weiter ausgewählt werden. Ein Klick auf „Digitaler SLR-Shop“ leitet den Kunden zur Übersichtseite für digitale Spiegelreflexkameras weiter. Hier kann weiter eingegrenzt werden. Eingrenzungen sind sowohl nach Hersteller als auch nach technischen Aspekten wie etwa der Anzahl der Megapixel möglich. Je genauer man eingrenzt, desto besser wird letztendlich auch das Suchergebnis.

Normalerweise spricht man beim Webdesign von der 3-Klick-Regel. Diese besagt, dass der Nutzer jede Information innerhalb von höchstens drei Klicks finden muss. Das ist bei amazon nicht der Fall. Allerdings ist dies bei der Fülle an Produkten – und damit auch Informationen – auch gar nicht möglich. Trotzdem findet der Kunde auf dieser Seite sehr schnell das Gewünschte, was für ein durchdachtes Webdesign spricht.

Wer sich dafür entscheidet, seine Internetseite selbst zu erstellen, begeht meist einen großen Fehler. Es wird, meist unbewusst, davon ausgegangen, dass jeder Besucher des Webauftritts dieselbe Rechnerkonfiguration besitzt wie man selbst. Dem ist aber bei Weitem nicht so. Die Kombinationsmöglichkeiten aus Betriebssystem, Browser, Monitorauflösung, etc. sind sehr vielfältig. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die zu erstellende Seite von möglichst vielen dieser Kombinationen korrekt angezeigt wird. In diesem Zusammenhang sind mobile Endgeräte nicht zu vergessen, da immer mehr Menschen mit Smartphones oder PDAs online gehen.

An Standards halten

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich an den W3C-Standard für Webseiten orientieren. Internetseiten, die sich daran orientieren, sind, was Browser anbelangt, auf- und abwärtskompatibel, d. h., es kommt zu keiner fehlerhaften Darstellung der Inhalte. Für Besitzer privater Homepages dürfte dieser Aufwand natürlich etwas zu viel des Guten sein, nicht aber für gewerbliche Homepages. Denn mit diesen Seiten soll ja Geld verdient werden, weshalb möglichst viele potenzielle Kunden die Internetpräsenz besuchen sollen.

Einfach Bedienung auch ohne Eingabegeräte

Besonders wichtig ist die Bedienung und Navigation auf der Website. Das Menü sollte gut strukturiert und aufgeräumt aussehen. Generell sollte ein Hauptmenü vorhanden sein, welches auch auf jeder Unterseite erscheint, idealerweise immer an derselben Stelle, etwa oben oder an der Seite. So kann der Nutzer von jeder beliebigen Seite aus wieder bequem zu den Hauptseiten wechseln. Die Bedienung des Menüs, aber auch die Nutzung von Formularfeldern, sollte so eingerichtet sein, dass sie auch mit Touchscreens funktioniert, um auch Nutzern von Smartphones eine bequeme Bedienung der Website zu ermöglichen.

Zusatzelemente sinnvoll verwenden

Java oder Flash ermöglichen schöne Effekte auf der Website. Außerdem steigern sie den Bedienkomfort. Allerdings ist zur Nutzung dieser Elemente das Vorhandensein bestimmter Plug-ins eine Voraussetzung. Nicht jeder User verfügt aber über diese Plug-ins, insbesondere Smartphone Besitzer verzichten darauf. Deshalb sollte der Einsatz von Elementen, die Java oder Flash nutzen, nur dann erfolgen, wenn er wirklich Sinn macht. Darüber hinaus sollte sichergestellt werden, dass die Inhalte auch ohne diese Elemente transportiert werden.