Viele haben den Begriff Suchmaschinenmarketing sicher schon einmal gehört, aber nicht jeder kann sich auch etwas Konkretes darunter vorstellen. Eine genaue Abgrenzung dieses Begriffs ist nicht möglich, da es keine einheitliche Definition für Suchmaschinenmarketing gibt. Umso wichtiger ist es zu wissen, was genau alles dazugehören kann, um eine gute Agentur zu finden, die die eigene Internetpräsenz für Suchmaschinen optimiert.
Die Optimierung einer Website für Suchmaschinen ist dann auch ein Teil des Suchmaschinenmarketings. Während sich die Optimierung einer Seite vor allem darum kümmert, dass diese in den Trefferlisten der Suchmaschinen möglichst weit oben erscheint, sobald jemand nach einer bestimmten Ware oder Dienstleistung sucht, die auf der zu optimierenden Homepage angeboten wird, geht Suchmaschinenmarketing noch weiter.
Sämtliche Maßnahmen unter einem Dach
Beim Suchmaschinenmarketing versammeln sich in der Regel sämtliche Maßnahmen, die zur Verbesserung der Sichtbarkeit einer Homepage bei Suchmaschinen beitragen, unter einem Dach. Eines der Standbeine ist die Suchmaschinenoptimierung, ein anderes wichtiges Standbein ist die Verwaltung und das Management so genannter gesponserter Links.
Der Unterschied zwischen bezahlten Links und reiner Suchmaschinenoptimierung
Jedes Mal wenn nach irgendeinem Begriff gesucht wird, zeigen Suchmaschinen zweierlei Ergebnisse an. Zum einen die tatsächlichen Ergebnisse der generischen Suche und zum anderen gesponserte Links. Zur Verbesserung des Rankings einer Website bei der generischen Suche wird eine Suchmaschinenoptimierung durchgeführt. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, Werbung zu schalten, die immer dann neben den generischen Suchergebnissen angezeigt wird, wenn nach bestimmten Begriffen gesucht wird. Wird etwa der Begriff „Webdesign“ eingeben, so erscheinen sowohl normale Suchergebnisse als auch Werbeanzeigen, eben genau die gesponserten Links, für die der Auftraggeber bezahlt. Bei welchen Begriffen die Werbung jeweils angezeigt werden soll, ist natürlich frei wählbar. Die Kosten für gesponserte Links variieren dabei je nachdem, wo der Link angezeigt wird. Je prominenter er platziert ist, desto teurer ist die Sache natürlich. Allerdings steigt so auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Werbung auch angeklickt wird.
Gutes Webdesign ist das A und O bei Online-Shops. Wirkt die Seite chaotisch oder muss der Kunde zu lange suchen, bevor er das gewünschte Produkt oder eine nötige Information findet, verlässt er die Seite wieder und sucht sich einen anderen Anbieter. Für das Geschäft ist das natürlich alles andere als gut, weshalb Betreiber von Online-Shops sehr viel Wert auf gutes und übersichtliches Webdesign auf ihrer Seite legen sollten. Anhand des Shops von amazon.de wird im Folgenden erläutert, worauf es ankommt.
Wichtige Informationen auf einen Blick
Ruft man die Startseite von amazon auf, fällt sofort auf, dass hier viele Informationen auf übersichtliche Art und Weise verfügbar sind. Der Zugriff auf das Kundenkonto ist ebenso schnell möglich, wie die Wahl der gewünschten Produktkategorie. Zentral im oberen Bereich befindet sich eine Suchleiste sowie der Link zum Einkaufswagen. Den Platz darunter nutzt amazon, um auf Neuigkeiten hinzuweisen. Produktempfehlungen aufgrund früherer Käufe oder Warensuchen werden darunter präsentiert. Ganz unten auf der Seite befinden sich nochmals alle relevanten Informationen bezüglich Kaufabwicklung und Versand sowie Kontaktmöglichkeiten, das Impressum und die Hilfeseiten. Links oben befindet sich das Logo von amazon. Es erscheint auf jeder Seite. Wird es angeklickt, kommt man wieder auf die Startseite zurück. So etwas sollte selbstverständlich sein, fehlt jedoch bei vielen Seiten.
Die Navigation zum Produkt
Kennt der Kunde die genaue Bezeichnung des Artikels, den er bestellen will, so muss er diesen nur in das Suchfeld eingeben. Wer nur stöbern möchte oder sich einen Überblick über eine bestimmte Produktgruppe verschaffen möchte, kann das anhand der Kategorienauswahl im linken Bereich auf der Startseite tun. Ist man beispielsweise auf der Suche nach einer Spiegelreflexkamera wählt man zunächst die Kategorie „Elektronik & Foto“. Sobald man mit der Maus über das Feld fährt, öffnet sich ein weiteres Menü, in dem Unterkategorien angezeigt werden. Hier entscheidet man sich für „Kamera & Foto“. Auf der folgenden Seite kann in einem Menü weiter ausgewählt werden. Ein Klick auf „Digitaler SLR-Shop“ leitet den Kunden zur Übersichtseite für digitale Spiegelreflexkameras weiter. Hier kann weiter eingegrenzt werden. Eingrenzungen sind sowohl nach Hersteller als auch nach technischen Aspekten wie etwa der Anzahl der Megapixel möglich. Je genauer man eingrenzt, desto besser wird letztendlich auch das Suchergebnis.
Normalerweise spricht man beim Webdesign von der 3-Klick-Regel. Diese besagt, dass der Nutzer jede Information innerhalb von höchstens drei Klicks finden muss. Das ist bei amazon nicht der Fall. Allerdings ist dies bei der Fülle an Produkten – und damit auch Informationen – auch gar nicht möglich. Trotzdem findet der Kunde auf dieser Seite sehr schnell das Gewünschte, was für ein durchdachtes Webdesign spricht.
Suchmaschinenoptimierung gibt es nicht umsonst. Jedenfalls dann nicht, wenn sie gut und erfolgreich gemacht werden soll. Prinzipiell sollte man die Suchmaschinenoptimierung gewerblicher Websites immer von einer SEO-Agentur durchführen lassen, da der Schuss auch nach hinten losgehen kann, wenn man sich unbedarft selbst an dieser Aufgabe versucht. Im schlimmsten Fall kann die Löschung der eigenen Seite aus dem Index der Suchmaschinen erfolgen. Die Besucherzahlen auf der eigenen Website sinken dann natürlich rapide.
Wer mit seiner Website Geld verdienen möchte, kommt um eine Suchmaschinenoptimierung dieser Seite eigentlich nicht mehr herum. Sie hilft dabei, potenzielle Neukunden zu erreichen und diese ohne Umwege direkt zur gewünschten Information oder Dienstleistung auf der optimierten Website zu lotsen. Für den suchenden Internetnutzer heißt das, dass er bei der Eingabe eines Suchbegriffs in eine Suchmaschine direkt zu den Websites geführt wird, die genau auf diesen Begriff hin optimiert wurden. Er muss sich nicht erst mühsam durch etliche Seiten klicken, um an eine bestimmte Information zu gelangen, eine Dienstleistung zu erhalten oder ein bestimmtes Produkt zu bestellen.
Ziel der Suchmaschinenoptimierung: Der erste Platz in der Trefferliste
Das klare Ziel einer Suchmaschinenoptimierung sollte immer der Platz an der Sonne in der Trefferliste der Suchmaschine sein. Denn je weiter oben eine Seite bei den Suchergebnissen erscheint, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie auch angeklickt wird. Ist der Kunde erst einmal auf der Seite selbst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er dort auch kauft oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Um maximalen Erfolg zu erzielen, muss eine Seite nicht nur für einen Suchbegriff optimiert werden, sondern für möglichst viele. Natürlich sollten diese Suchbegriffe etwas mit den Waren oder Dienstleistungen zu tun haben, die auf der jeweiligen Seite angeboten werden.
Beim Suchmaschinenmarketing (SEM) gehen bezahlte Werbung und suchmaschinenoptimierter Content eine erfolgreiche Verbindung ein. Suchmaschinenoptimierung alleine kann zwar auch für Erfolge sorgen, aber besonders Unternehmen, die langfristig hohe Besucher- und damit auch Kundenzahlen auf ihrer Internetpräsenz sehen möchten, greifen auf Suchmaschinenmarketing zurück, da diese Methode an mehr Stellen ansetzen kann und deshalb auch mehr Erfolg verspricht. SEM zeichnet sich im Großen und Ganzen durch die zwei Standbeine „bezahlte Werbung“ und „suchmaschinenoptimierter Content“ aus, übernimmt aber auch Aufgaben des Webdesigns, wenn es nötig ist oder gewünscht wird.
Standbein 1: Bezahlte Werbung
Bei jeder Suchanfrage mit einer Suchmaschine erhält der Suchende neben den regulären Suchergebnissen auch Werbung angezeigt. Diese Werbeanzeigen passen thematisch zum eingegebenen Suchbegriff. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Firmen, die die Werbung geschaltet haben, haben genau dafür bezahlt. SEM-Agenturen kümmern sich in deren Auftrag darum, dass die Werbung bei sinnvollen Suchbegriffen eingeblendet wird. Diese Art des Internetmarketings hat sich als sehr erfolgreich herausgestellt.
Standbein 2: Suchmaschinenoptimierter Content
Werbeanzeigen alleine sind meist nicht genug. Mindestens ebenso wichtig ist es, in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu erscheinen, da die meisten User einen dieser Links anklicken, bevor sie sich für die Werbung interessieren. Um ein gutes Ranking bei den Suchmaschinen zu erreichen, ist hochwertiger Content auf der eigenen Internetseite nötig. Die Zeiten, in denen man einfach Listen von Keywords auf einer Seite verstecken konnte, sind lange vorbei. Besonders Google legt viel Wert auf Inhalte und Struktur der Texte auf einer Website. Absätze, Zwischenüberschriften und die Verwendung von Synonymen der Schlüsselwörter machen bei SEM-Content also durchaus Sinn. Solchen Content gibt es natürlich nicht umsonst. Viele SEM- oder SEO-Agenturen beschäftigen eigene Autoren, wieder andere suchen sich freie Texter oder stellen ihre Textaufträge in Textbörsen oder bei Textagenturen ein. Nach Möglichkeit sollten die Texte auch einen gewissen Gehalt an Information mitbringen, da sie in den meisten Fällen nicht nur von Google, sondern auch von Besuchern der Website gelesen werden.
Standbein 3: Webdesign
Neben den beiden ersten Standbeinen spielt bei Maßnahmen des SEM auch Webdesign eine Rolle. Suchmaschinen kommen nämlich nicht mit jeder Art der Programmierung einer Internetseite zurecht. In schlimmsten Fall können die Bots eine Seite überhaupt nicht lesen. Somit wird sie nicht im Index erfasst und taucht auch nicht in den Suchergebnissen auf. Um das zu verhindern, übernehmen SEM-Agenturen auf Wunsch auch die nötigen Änderungen im Webdesign der zu optimierenden Seite.
Wer sich dafür entscheidet, seine Internetseite selbst zu erstellen, begeht meist einen großen Fehler. Es wird, meist unbewusst, davon ausgegangen, dass jeder Besucher des Webauftritts dieselbe Rechnerkonfiguration besitzt wie man selbst. Dem ist aber bei Weitem nicht so. Die Kombinationsmöglichkeiten aus Betriebssystem, Browser, Monitorauflösung, etc. sind sehr vielfältig. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die zu erstellende Seite von möglichst vielen dieser Kombinationen korrekt angezeigt wird. In diesem Zusammenhang sind mobile Endgeräte nicht zu vergessen, da immer mehr Menschen mit Smartphones oder PDAs online gehen.
An Standards halten
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich an den W3C-Standard für Webseiten orientieren. Internetseiten, die sich daran orientieren, sind, was Browser anbelangt, auf- und abwärtskompatibel, d. h., es kommt zu keiner fehlerhaften Darstellung der Inhalte. Für Besitzer privater Homepages dürfte dieser Aufwand natürlich etwas zu viel des Guten sein, nicht aber für gewerbliche Homepages. Denn mit diesen Seiten soll ja Geld verdient werden, weshalb möglichst viele potenzielle Kunden die Internetpräsenz besuchen sollen.
Einfach Bedienung auch ohne Eingabegeräte
Besonders wichtig ist die Bedienung und Navigation auf der Website. Das Menü sollte gut strukturiert und aufgeräumt aussehen. Generell sollte ein Hauptmenü vorhanden sein, welches auch auf jeder Unterseite erscheint, idealerweise immer an derselben Stelle, etwa oben oder an der Seite. So kann der Nutzer von jeder beliebigen Seite aus wieder bequem zu den Hauptseiten wechseln. Die Bedienung des Menüs, aber auch die Nutzung von Formularfeldern, sollte so eingerichtet sein, dass sie auch mit Touchscreens funktioniert, um auch Nutzern von Smartphones eine bequeme Bedienung der Website zu ermöglichen.
Zusatzelemente sinnvoll verwenden
Java oder Flash ermöglichen schöne Effekte auf der Website. Außerdem steigern sie den Bedienkomfort. Allerdings ist zur Nutzung dieser Elemente das Vorhandensein bestimmter Plug-ins eine Voraussetzung. Nicht jeder User verfügt aber über diese Plug-ins, insbesondere Smartphone Besitzer verzichten darauf. Deshalb sollte der Einsatz von Elementen, die Java oder Flash nutzen, nur dann erfolgen, wenn er wirklich Sinn macht. Darüber hinaus sollte sichergestellt werden, dass die Inhalte auch ohne diese Elemente transportiert werden.